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	<title>un-kind.de &#187; update</title>
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	<description>Das Blog über Fotografie, Computer, Games und das Leben an sich.</description>
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		<title>Google Apps und Windows 7</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:32:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Roßkothen</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr von der Computer-Front: Nachdem ich schon l&#228;nger mit dem Gedanken gespielt habe, von meinem (kostenpflichtigen) GMX ProMail-Account zu einem (kostenlosen) GoogleMail-Account zu wechseln, und ich ohnehin schon l&#228;nger eine eMail-Adresse mit &#8220;eigener&#8221; Domain haben wollte, habe ich vor ein paar Tagen meine gesamten eMails von GMX zu Google transferiert. Jetzt habe ich in der Tat die prototypische Mailadresse &#8220;vorname@nachname&#8221; &#8211; allerdings nicht .com oder .de, sondern .eu. Es gibt anscheinend doch mehr Leute, die so hei&#223;en wie ich, wenn man sich ansieht, wie viele TLDs mit meinem Nachnamen schon vergeben sind.</p>
<p>Da ich GoogleMail erstmal testen wollte, bevor ich mir ein eMail-Konto mit eigener Domain eingerichtet habe, habe ich zun&#228;chst einen normalen GoogleMail-Account eingerichtet. Leider funktionierte dabei der von Googlemail angebotene Migrationsservice nicht, so dass ich alle meine xx-tausend eMails in gr&#246;&#223;eren Bl&#246;cken manuell per IMAP in Thunderbird r&#252;berschieben musste. Habe zwar den Tip bekommen, dies per imapsync zu machen, aber der Aufwand, das ans Laufen zu kriegen, war mir dann doch etwas hoch. Schon bl&#246;d, wenn man keinen Linux/Unix-Rechner zur Hand hat. Nachdem ich dann nach ein paar Tagen festgestellt habe, dass Googlemail mir vom Funktionsumfang sehr zusagt (insbesondere das Web-Interface sowie die M&#246;glichkeit, Push-eMail mit meinem iPhone zu nutzen spielten dabei eine Rolle), beschloss ich dann Google Apps f&#252;r meine eigene Domain einzurichten.</p>
<p>Ich hatte dabei darauf gehofft, dass es doch problemlos m&#246;glich sein m&#252;sste, einen bestehenden Googlemail-Account zu einem Google Apps-Account umzuwandeln bzw. zu erweitern. Pustekuchen! Anscheinend sind Googlemail und Google Apps zwei v&#246;llig verschiedene Dinge, es wird nichtmals so ein POP-Transfer-Service angeboten, wie man ihn zur Migration von einem anderen Mailprovider zu Googlemail verwenden kann (wenn er denn funktioniert). Also habe ich mir erstmal fluchend meine Domain registriert, die entsprechenden DNS-Eintr&#228;ge f&#252;r Google Apps gemacht und nach einer Stunde oder so lief das ganze dann auch. Ich wollte mich gerade daran machen, meine eMails wieder Gigabyte-weise per Hand durchs Netz zu schaufeln, als ich &#252;ber den Tipp stolperte, die IMAP-Migration der Google Apps Professional Edition zu nutzen. Diese l&#228;sst sich n&#228;mlich in vollem Funktionsumfang 30 Tage lang kostenlos testen (sonst kostet sie 40€ pro Account und Jahr) und bietet eine tadellos funktionierende M&#246;glichkeit, eMails inklusive Ordnerstruktur bzw. Labels von einem IMAP-Server zu Google Apps zu transferieren. Das ganze dauerte bei mir eine Nacht, dann waren alle eMails &#8220;dr&#252;ben&#8221; und ich habe die Testphase der Professional Edition wieder abgebrochen.</p>
<p>Seitdem genie&#223;e ich den Luxus, jede eMail binnen weniger als einer Minute auf dem Handy zu haben und &#252;berdies eine eMail-Adresse zu besitzen, die sich von all den anderen @web.de- und @gmx.net-Adressen angenehm unterscheidet.</p>
<p>Zweiter Teil des Blogposts: Windows 7. Nachdem so ziemlich alle Online- und Offlinemedien unisono davon schw&#228;rmten, wie gut, problemlos und vor allem schnell Windows 7 selbst auf &#228;lterer Hardware laufe, habe ich gestern in einer spontanen Aktion den Wechsel von Vista Home Premium 32bit auf Windows 7 Home Premium 64bit gemacht. Da Windows 7 auf http://www.windows7fuerstudenten.de/ f&#252;r nur 35,- Euro angeboten wird (aber, wer h&#228;tte das gedacht, nur f&#252;r Studenten), fiel mir der Kauf nicht so wahnsinnig schwer. Aber Achtung: Es handelt sich bei der dort angebotenen Version um ein Upgrade, nicht um eine Vollversion. D.h. man kann das dort erworbene Windows 7 nur legal nutzen, wenn man auch eine g&#252;ltige (Voll-)Lizenz von Windows XP oder Vista hat. Was das f&#252;r praktische Konsequenzen mit sich bringt, will ich hier kurz schildern.</p>
<p>Der Upgrade-Pfad f&#252;r Windows 7 sieht so aus: Wer eine 32bit-Version von Vista oder XP hat, soll auf eine 32bit-Version von Win7 wechseln. Wer schon eine 64bit -Version hat, auf die 64bit-Version. Ein Wechsel von 32 auf 64bit, wie ich ihn vollzogen habe, ist wohl nicht geplant. Da ich aber auf jeden Fall die 64bit-Versio haben wollte, allein schon, um endlich meine gesamten 4GB RAM nutzen zu k&#246;nnen, waren mir Microsofts Vorstellungen, wie ich upzudaten h&#228;tte, relativ egal. Ich habe mir also die 64bit-Version geholt, und war nach dem Download (den man &#252;brigens nur ein mal t&#228;tigen kann, au&#223;er man erkauft sich f&#252;r ein paar Euro extra die M&#246;glichkeit, das System f&#252;r zwei Jahre beliebig oft herunterzuladen) etwas perplex, als ich mit dem Ordnerinhalt der Win7-Installations-CD konfrontiert wurde. Dies enth&#228;lt n&#228;mlich (logischerweise) nur eine 64bit-Version des Installationsprogramms, was sich aber unter meinem 32bit-Vista nicht starten lie&#223;. Was f&#252;r den Nutzer &#228;u&#223;erst &#228;rgerlich ist, ist f&#252;r MS nur logisch: Da man nur von einem 64bit-Vista oder -XP auf ein 64bit-Win7 updaten soll, brauchts auch nur ein 64bit-Installationsprogramm. Also musste ich mir aus dem Netz erstmal eine Anleitung besorgen, wie man aus dem Disk-Inhalt, den ich auf Platte hatte (und bei dem es sich unpraktischerweise nicht einfach um ein ISO-Image handelte), eine bootf&#228;hige Win7-DVD macht. Der Inhalt ist n&#228;mlich, wenngleich es nur ein Update ist, komplett identisch mit einer Vollversions-DVD von Windows 7.</p>
<p>Nachdem ich aus den heruntergeladenen Datein mittels ImgBurn (&#252;brigens ein unglaublich praktisches Programm, noch dazu kostenlos) eine bootf&#228;hige DVD erstellt hatte, wollte ich die Installation also angehen. Doch was passierte dann? Beim Starten des Rechners von der DVD bekam ich die lapidare Fehlermeldung &#8220;Cannot boot from CDROM. Error 05.&#8221; und mein gutes altes Vista fuhr von Platte hoch. Also wieder mal gegoogelt und herausgefunden, dass es mit &#228;lteren Mainboards von MSI und AsRock wohl &#246;fter dieses Problem g&#228;be, da der Bootsektor der Win7-DVD mit diesen inkompatibel ist. Nun ist mein Mainboard weder alt noch von MSI oder AsRock (sondern von Asus), aber was solls. Abhilfe schafft das Erstellen einer Windows7-DVD, bei welcher man den Bootsektor durch einen anderen, z.B. von einer Vista- oder XP-DVD oder dergleichen ersetzt. Dabei ist es auch wurscht, ob es sich um eine 64bit oder 32bit-Version handelt, es geht alles. Also fluchs die n&#228;chste DVD mit anderem Bootsektor gebrannt, und siehe da, die Installation startet. Im Laufe der Installation kann man auch bequem die Festplatte (um-)partitionieren bzw. einzelne Partitionen formatieren, und dann geht das Kopieren der Windows-7-Dateien auch schon ohne weiteres Nachfragen los.</p>
<p>Die Installation ging ersten recht flott (w&#252;rde mal sch&#228;tzen so 20 Minuten) und zweitens v&#246;llig selbst&#228;ndig. Ich wurde weder nach irgendwelchen Treibern, noch nach einer Netzwerkkonfiguration oder der Auswahl bestimmter Komponenten gefragt. Nach einer guten Viertelstunde war die erste Frage von Win7, mit welchem der verf&#252;gbaren Drahtlosnetzwerke ich mich verbinden wollte, und wie denn bitte das Passwort f&#252;r das gew&#228;hlte Netzwerk sei. Dann wurde nochmal etwas weiterinstalliert, und nach ein oder zwei Neustarts sa&#223; ich vor einem arbeitsbereiten System, welches im Hintergrund noch die Treiber f&#252;r meinen Laserdrucker und meine WebCam runterlud und installierte. Ich war online, alle Hardware (wie Soundkarte, Tintenstrahl- und Laserdrucker oder Webcam) funktionierte, und das System f&#252;hlte sich deutlich weniger tr&#228;ge und z&#228;h an als Vista. Weiterer Pluspunkt: Es nervt nicht dauernd mit Fragen, ob diese Programm wirklich installiert oder jene Datei tats&#228;chlich verschoben werden soll. Gerade beim Sortieren des Startmen&#252;s wirklich angenehm, das hat mich bei Vista regelm&#228;&#223;ig in den Wahnsinn getrieben.</p>
<p>Die Installation der restlichen Software wie Firefox, Thunderbird, Office etc. ging problemlos und schnell, und die 64bit-Versionen von Adobe Lightroom und Photoshop machen einen wesentlich flotteren Eindruck (zumindest beim Starten) als vorher mit 32bit unter Vista. Soweit alles gut.</p>
<p>Was bietet Windows 7 sonst? Das auff&#228;lligste ist die neue Taskbar, bei welcher Programme jetzt nur noch mit ihrem Icon dargestellt werden, und wo nicht mehr zwischen Verkn&#252;pfung zum Starten des Programms und dem Symbol des gerade ge&#246;ffneten Fensters unterschieden wird. Man hat also z.B. nur noch ein Firefox-Symbol in der Taskbar. Klickt man darauf, wenn Firefox noch nicht ge&#246;ffnet ist, so wird er gestartet. Klickt man darauf, w&#228;hrend Firefox schon l&#228;uft, so holt man das Firefox-Fenster in den Vordergrund. Hat man mehrere FF-Fenster offen, kriegt man eine Miniaturansicht aller Fenster, indem man den Mauszeiger kurz &#252;ber dem Firefox-Icon verweilen l&#228;sst und kann dann gezielt das gew&#252;nschte Fenster nach vorne holen. Das ganze erinnert somit an Apples Dock, ist aber noch etwas vielseitiger und &#8211; meiner Meinung nach &#8211; beim Arbeiten mit mehreren Fenstern eines Programms noch etwas besser durchdacht als das Dock von MacOS.</p>
<p>Eine weitere Neuerung sind die sogenannten Bibliotheken. Das sind virtuelle Ordner, welche den Inhalt beliebig vieler echter Ordner sozusagen &#8220;unter einem Dach&#8221; anzeigen. Wenn man z.B. seine Fotos in verschiedenen Ordnern &#252;ber die ganze Festplatte verstreut gespeichert hat (oder sogar auf verschiedenen Festplatten), kann man diese ganzen Ordner der Bibliothek &#8216;Bilder&#8217; hinzuf&#252;gen und muss sich von da an nicht mehr durch alle Ordner hangeln, wenn man ein bestimmtes Bild sucht. Kein gerade revolution&#228;res Feature, aber dennoch sehr praktisch.</p>
<p>F&#252;r mich pers&#246;nlich sind der &#8216;gef&#252;hlte&#8217; Geschwindigkeitsvorteil sowie das seltener durch Sicherheitsfragen unterbrochene Arbeiten neben dem Upgrade auf ein 64bit-System die wichtigsten Gr&#252;nde f&#252;r den Wechsel, die anderen Sachen sind alle nett und sch&#246;n zu haben, aber sicher kein Muss. Aber es ist ja auch so immer wieder sch&#246;n, was neues auszuprobieren und eine sch&#246;ne neue bunte Oberfl&#228;che zu haben.</p>
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