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	<title>un-kind.de &#187; sicherheit</title>
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	<description>Das Blog über Fotografie, Computer, Games und das Leben an sich.</description>
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		<title>Good ol&#8217; V8 Muscle Power</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 18:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Roßkothen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Computer]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem der werte Herr W. ja auf Warpantrieb umgesattelt hat, keimte auch in mir der Gedanke, meinem guten alten Laptop mal ein wenig auf die &#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem der werte Herr W. ja auf <a href="http://philikon.wordpress.com/2008/12/10/two-hard-drives-in-a-macbook-pro/" target="_blank">Warpantrieb</a> umgesattelt hat, keimte auch in mir der Gedanke, meinem guten alten Laptop mal ein wenig auf die Spr&#252;nge zu helfen. Da ich bisher davon ausgegangen war, dass sich gr&#246;&#223;ere Upgrades bei diesem eigent&#252;mlichen ATI-Chipsatz-Verschnitt eher schwierig gestalten w&#252;rden, habe ich mich erstmal auf die Suche nach Erfahrungsberichten gemacht. Ich habe dann auch tats&#228;chlich EINEN (!!) Thread in irgendeinem zwielichtigen Forum gefunden, in dem Leute beschrieben, wie sie ihren A9Rp (das ist mein Laptop) mit einem besseren Prozessor aufger&#252;stet haben.</p>
<p>Problematisch scheint dabei vor allem die Temperaturentwicklung gewesen zu sein. Zwar l&#228;sst sich der standardm&#228;&#223;ig verbaute Celeron M 420 nicht runtertakten, wird aber auch bei &#8220;Volllast&#8221; nicht sooo wahnsinnig hei&#223;. Daher war der allgemeine Konsens in diesem Forum der, dass sich zwar auch modernere Core 2 Duos im Notebook betreiben lassen, diese aber sehr oft und schnell zu hei&#223; werden, wodurch es dann zu Abst&#252;rzen kommt. Als guter Kompromiss zwischen mehr Leistung und geringerer W&#228;rmeentwicklung (und damit auch l&#228;ngerer Akkulaufzeit) schien sich der T2050 (Core Duo mit 1,6GHz) erwiesen zu haben, der zwar nominal mit der gleichen Taktfrequenz wie der alte Celeron M l&#228;uft, durch zwei Kerne und mehr Cache aber doch ein gutes St&#252;ck schneller ist. Dabei spart er durch SpeedStep auch noch Strom und produziert weniger Abw&#228;rme. Ich habe dann auf eBay f&#252;r gute 25 Euro tats&#228;chlich auch einen T2050 gefunden, und weil ich eh grad am shoppen war, habe ich noch eine Samsung 160GB Platte geordert. Randbemerkung: Als Nutzer einer mobilen PATA-Platte f&#252;hle ich mich leicht diskriminiert. Verdammt, es gibt auch Leute ohne SATA! Man muss nicht gleich alle alten Platten teurer machen, nur weil die &#8220;Mehrheit&#8221; jetzt Serial-ATA im Notebook hat!</p>
<p>Die Platte war nicht nur aus Platzgr&#252;nden notwendig (auf den vorher verf&#252;gbaren 60GB lie&#223;en sich nicht wirklich gut eine Musik- UND eine Fotosammlung unterbringen), sondern insbesondere deshalb, weil die alte Festplatte einfach schnarchlangsam war. Mit grade mal 4200U/min und so gut wie keinem Cache dauerte das Starten von Programmen einfach ewig und selbst beim einfachen Webbrowsen machte sich die Festplatte negativ bemerkbar, wann immer etwas auf ihr geschrieben oder gelesen wurde.</p>
<p>Ein paar Tage sp&#228;ter hatte ich also einen &#8220;neuen&#8221; Prozessor und eine neue Festplatte im Briefkasten, und habe mich ans Basteln gemacht. Zun&#228;chst habe ich mal den Prozessor getauscht (was extrem einfach ging und mich etwas an der Stabilit&#228;t der Heatpipe-Konstruktion zweifeln lie&#223;) und unter meiner alten Windows-Installation mit Prime95 ein bisschen die K&#252;hlung ausgereizt. Naja, gut 90° hat er schon erreicht, abgest&#252;rzt ist er aber nicht. Mittlerweile ist die Idle-Temperatur von ca 63°C auf 53°C, die Maximaltemperatur von &#252;ber 90°C auf gute 80°C gefallen &#8211; W&#228;rmeleitpaste braucht halt ein bisschen, bis sie ihre volle Wirkung entfaltet. Nachdem ich sicher war, dass der Prozessor einwandfrei lief, wurde dann die alte Platte ausgetauscht und Windows neuinstalliert &#8211; und hier machte sich der Geschwindigkeitsunterschied schon positiv bemerkbar! Installation und folgender Bootvorgang gingen flott von der Hand, so wie man sich das vorstellt. Kein Vergleich mit dem z&#228;hen Gehabe der alten Festplatte, bei der sich schon die Installation ewig hinzog. Mittlerweile ist das System komplett eingerichtet und durch diverse Programme im Autostart nicht mehr ganz so schnell, aber immernoch deutlich flinker als fr&#252;her.</p>
<p>Ich bin also mit meiner guten alten &#8220;V8 Maschine&#8221; &#228;u&#223;erst zufrieden, und konnte meinem alten M&#246;hrchen eine einfache und g&#252;nstige Frischzellenkur verpassen.</p>
<p>Da man sich mittlerweile ja diverse Gedanken um die Sicherheit seiner Daten machen muss, habe ich mich dann noch dazu entschlossen, mein gesamtes System mittels TrueCrypt zu verschl&#252;sseln. Nachdem ich mich ein wenig in die Materie eingelesen und auch ein paar Erfahrungsberichte anderer Benutzer studiert hatte, habe ich also meine gesamte Festplatte verschl&#252;sselt. Auf Spirenzchen wie plausible Deniability und Co habe ich verzichtet, da ich meine Platte vornehmlich gegen Diebstahl etc. sch&#252;tzen will, und nicht gleich vor der NSA in Sicherheit bringen muss. Das ganze l&#228;uft im Prinzip ganz simpel ab:</p>
<p>Man installiert TrueCrypt, sagt &#8220;Systemplatte verschl&#252;sseln&#8221; und l&#228;sst den Rechner ne Zeit lang werkeln (bei mir dauerte die 60GB Systempartition eine gute Dreiviertelstunde). W&#228;hrenddessen kann man am System weiterarbeiten und bei Bedarf sogar den PC runterfahren &#8211; der Verschl&#252;sselungsvorgang wird dann nach dem n&#228;chsten Start fortgesetzt. Vor dem Booten wird nun ein Kennwort (m&#246;glichst lang und sicher, ist klar) verlangt, ansonsten f&#228;hrt der Rechner nicht hoch. Wenn nun jemand auf die Idee kommt, die Festplatte auszubauen und woanders anzuschlie&#223;en, um von einem anderen System aus darauf zuzugreifen, so wird er auf der Festplatte oberfl&#228;chlich betrachtet nichts als Zufallsdaten finden, Windows meldet die Platte als &#8220;nicht formatiert&#8221;. Mit TrueCrypt bzw einer Rescue-CD l&#228;sst ich die Platte ansprechen, aber eben auch wieder nur unter Angabe des Passwortes.</p>
<p>Unter Windows XP hatte ich den Nachteil, dass ich nicht beide Partitionen auf der Festplatte &#8220;in einem Rutsch&#8221; verschl&#252;sseln und mit einem gemeinsamen Passwort versehen konnte. Ich musste also meine Daten-Partition extra verschl&#252;sseln und bei jedem Systemstart mounten lassen &#8211; das l&#228;sst sich aber auch soweit automatisieren, dass man da nichts mehr per Hand machen muss. Mir ist durchaus bewusst, dass dies eine geringere Sicherheit zur Folge hat, aber wie gesagt, es geht mir nur darum, dass jemand, der z.B. den Laptop klaut nicht an meine Daten kommt &#8211; und daf&#252;r ist hierdurch denke ich ausreichend gesorgt. Unter Vista kann man &#252;brigens in einem Aufwasch die gesamte Systemplatte (inkl. aller Partitionen) verschl&#252;sseln und muss diese dann nur noch durch eine Passworteingabe beim Booten &#8220;freischalten&#8221;. Immerhin ein wenig mehr Konfort, den dieses System bietet ;-)</p>
<p>Ach so, die Arbeitsgeschwindigkeit des Systems leidet unter der Verschl&#252;sselung so gut wie &#252;berhaupt nicht &#8211; jedenfalls ist mir bisher nichts aufgefallen, was sich auch mit diversen Benchmarks deckt. Von daher kann ich jedem, der seinen PC &#246;fters mit sich rumtr&#228;gt, nur dazu raten! Man verliert im Prinzip nichts und gewinnt eine Menge Sicherheit. Zudem ist es meiner Meinung nach deutlich komfortabler, einfach die gesamte Platte zu verschl&#252;sseln, als einzelne Ordner oder Partitionen, bei denen man sich immer Gedanken machen muss, ob nun auch alles, was gesch&#252;tzt werden soll, im entsprechenden Ordner ist.</p>
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