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	<title>un-kind.de &#187; Theater</title>
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	<description>Das Blog über Fotografie, Computer, Games und das Leben an sich.</description>
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		<title>Theater-Nachtrag</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Dec 2008 22:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Roßkothen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo und Julia]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine kleine Anekdote aus meinem Theaterbesuch m&#246;chte ich noch erz&#228;hlen: Wie gesagt war ich ja in &#8220;Romeo und Julia&#8221; und das St&#252;ck war recht modern &#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kleine Anekdote aus meinem Theaterbesuch m&#246;chte ich noch erz&#228;hlen: Wie gesagt war ich ja in &#8220;Romeo und Julia&#8221; und das St&#252;ck war recht modern inszeniert. Die Schauspieler liefen in moderner Kleidung (Anz&#252;ge, Jeans, etc.) herum, beim Ball lief Techno (und das war <strong>richtiger</strong> Techno ;-) und &#252;berhaupt war bis auf die Sprache alles modern. W&#228;hrend der vorletzten Szene des St&#252;ckes erschie&#223;t Romeo dann den Grafen von Paris mit einer Pistole (statt ihn wie in Shakespeares Vorlage zu erdolchen) und da dreht sich doch tats&#228;chlich eine, ich m&#246;chte nicht sagen, oder ich tu es doch,  &#228;ltere Dame neben mir zu ihrem Gatten um und fragt ihn v&#246;llig irritiert und allen Ernstes:</p>
<p>&#8220;Hatten die damals denn eigentlich schon Pistolen?&#8221;</p>
<p>Ich w&#228;re ja bald aufgesprungen h&#228;tte sie von ihrem Sitz hochgezerrt und angeherrscht, ob sie denn gar nichts verstanden habe und dass es nat&#252;rlich &#8220;damals&#8221; noch keine Pistolen gab, aber auch keine Techno-Musik und Leute in Zweireihern, dass das aber &#252;berhaupt keine Rolle spiele und das St&#252;ck so ganz nebenbei nicht &#8220;damals&#8221; spiele, sondern im Prinzip von Raum und Zeit gel&#246;st rein f&#252;r sich zu betrachten sei.</p>
<p>Ich hab aber nix gesagt und mir nur an den Kopf gefasst&#8230;</p>
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		<title>Theater! Theater!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 08:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Roßkothen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Romeo und Julia]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>
		<category><![CDATA[Troilus und Cressida]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte in der letzten Woche das Vergn&#252;gen, gleich zweimal ins Theater zu gehen. Bei Kartenpreisen von ca. acht statt 30 Euro m&#252;sste ich, solang &#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte in der letzten Woche das Vergn&#252;gen, gleich zweimal ins Theater zu gehen. Bei Kartenpreisen von ca. acht statt 30 Euro m&#252;sste ich, solang ich noch Student bin, aber eigentlich noch &#246;fter gehen&#8230; Wie auch immer.</p>
<p>Letzten Freitag war ich in den M&#252;nchner Kammerspielen und sah dort Shakespeares &#8220;Troilus und Cressida&#8221;, ein (da es sich weder eindeutig den Trag&#246;dien, noch den Kom&#246;dien oder Historien zuordnen l&#228;sst) relativ unbekanntes St&#252;ck, welches aber durchaus sehenswert ist. Die Handlung spielt im Trojanischen Krieg, es geht um den Sohn des K&#246;nigs Priamos, Troilus, und seine Angebetete, Cressida, deren Vater auf Grund des drohenden Untergangs der Stadt zu den Griechen &#252;bergelaufen ist. Die beiden finden zueinander, aber kurz darauf beschlie&#223;en die beiden k&#228;mpfenden Parteien einen Austausch: Cressida soll zu ihrem Vater ins griechische Lager, daf&#252;r lassen die Griechen einen gefangen genommenen Trojaner frei. Dort bandelt Cressida trotz vorheriger Treueschw&#252;re mit einem Griechen an und die Trag&#246;die nimmt ihren Lauf. Die Geschichte ist &#252;brigens nicht Teil von Homers Ilias, sie wurde vielmehr im Mittelalter hinzuerfunden und fand vor allem in England, das sich ja in einem Gr&#252;ndungsmythos als Nachfolger Trojas und London als &#8220;New Troye&#8221; sieht, gro&#223;e Popularit&#228;t. Ber&#252;hmtheit erlangte dann Geoffrey Chaucers &#8220;Troilus and Criseyde&#8221;, worauf sich Shakespeare bei seinem St&#252;ck unter anderem st&#252;tzte.</p>
<p>Die Inszenierung der Kammerspiele war &#8211; wie heute fast schon &#252;blich &#8211; sehr minimalistisch gestaltet, was B&#252;hnenbild und Kost&#252;mierung betrifft. Die (deutsche) Sprache wurde in weiten Teilen modernisiert, insbesondere im Lager der Griechen schwadroniert Ulysses l&#228;nger &#252;ber Kriege als Mittel zur Sicherung von Ressourcen und Besetzung milit&#228;risch-taktisch wertvoller Meerpassagen, womit auch gleich ein Bezug des St&#252;ckes zur heutigen Zeit hergestellt war. Die Szenen von Troilus und Cressida hingegen waren weniger stark modernisiert und richteten sich &#8211; so nehme ich mal an, da ich sie nicht genau kenne &#8211; nach der Schlegel-&#220;bersetzung. Der klare Fokus der Inszenierung lag auf den Szenen im griechischen Lager, sie waren deutlich in der &#220;berzahl und die Liebe der beiden Protagonisten blieb stets blo&#223; ein zartes Gepl&#228;nkel am Rande, welches die Kriegshandlung jedoch, und hierin scheinen die Kammerspiele der Vorlage zu folgen, stets unterbrach und so zu einem spannenden Abwechseln der beiden Handlungsstr&#228;nge f&#252;hrte. Gegen Ende gewann das zun&#228;chst munter-lustig bis verzweifelt- und dann gl&#252;cklich-verliebte St&#252;ck dann enorm an Intensit&#228;t und Energie und gipfelte in einer fast statischen Schlussszene, die trotz kaum vorhandener Bewegung eine unglaubliche Brutalit&#228;t und Kraft ausstrahlte. &#220;berhaupt l&#228;sst sich die gesamte Darstellung als &#8220;intensiv&#8221; bezeichnen, mir war in keiner Minute langweilig und ich habe einen fantastischen, unterhaltsamen und sehr beeindruckenden Abend erlebt.</p>
<p>Durch diese positive Erfahrung animiert bin ich dann vergangenen Mittwoch im Residenztheater gewesen, wo das Staatsschauspiel &#8220;Romeo und Julia&#8221;, ebenfalls nat&#252;rlich Shakespeare, aufgef&#252;hrt hat. Die Geschichte kann ich mir glaube ich sparen, die kennt nun wirklich jeder. Auch in dieser wiederum schlicht kost&#252;mierten Inszenierung (die allerdings mit einer fantastisch flexiblen B&#252;hne und diversen Licht- und Soundeffekten aufwarten konnte) wurden wieder viele Dialoge der Nebenpersonen modernisiert, die Gespr&#228;che zwischen Romeo und Julia hingegen tendierten eher zu einer &#228;lteren Sprache. W&#228;hrend mich bei &#8220;Troilus und Cressida&#8221; vor allem die Leistungen der Darsteller bei den Nebenfiguren faszinierte (allen voran begeisterte der Ulysses), hat mich hier insbesondere die Darstellung von Julia und Romeo begeistert. Interessant war die Darstellung des Liebespaares als frisch verliebte &#8220;Teenager&#8221;, etwas &#252;berdreht und hibbelig, dabei recht (unfreiwillig?) komisch, wenngleich die Balkonszene hart an der Grenze zum Klamauk war. Alles in allem war ich von diesem St&#252;ck weniger stark fasziniert und gefesselt als von Troilus und Cressida, dennoch hat es mir wirklich gut gefallen. WTB Abonnement&#8230; ;-)</p>
<p>PS: Einen zweiten Fr&#252;hling scheint die Ukulele im Theater zu erleben. In beiden St&#252;cken gab es mindestens eine Szene in der eine Ukulele rausgekramt wurde und jemand anfing, damit zu klampfen. Auf jeden Fall hocham&#252;sant.</p>
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